Auch Muskeln sind nur Menschen

Wir wissen es ja selber, wollen wir zur sportlichen Höchstleistung aufblühen, kommen wir leider nicht darum herum, uns mit einem sinnvollen Muskelaufbautraining zu beschäftigen.

Doch was ist mit unseren Pferden? Oft habe ich schon gehört, „mein Pferd braucht das nicht, mit ihm gehe ich nur ausreiten“.  Nun, in einer gewissen Weise ist diese Aussage gar nicht mal so falsch, denn ich bin der Meinung, dass Geländereiten ein perfektes Muskeltraining darstellt (sofern man nicht nur flache Wege geradeaus wählt, sondern auch durchaus mal Bergauf und Bergab und über Stock und Stein reitet und auch da bestrebt ist, sein Pferd über den Rücken zu reiten). Doch auch da müssen gewisse Grundvoraussetzungen gegeben sein, damit sich Muskeln überhaupt aufbauen können.

Sind Muskeln verspannt und funktioniert die Durchblutung nicht mehr richtig, ist gleichzeitig der Muskelstoffwechsel gestört und die Muskulatur hat keine Möglichkeit sich aufzubauen. Da nützt das beste Training nichts wenn der Muskel keine Chance hat richtig zu arbeiten. Da sich ein Muskel in der Bewegung immer in einem Wechselmodus von Spannung und Entspannung befinden muss, ist seine Elastizität eine Voraussetzung um voll leistungsfähig zu sein (für Interessierte hier ein Video).

 

 

Was kann denn nun zu Verspannungen führen?

 

Es ist immer einfach, mit dem Finger auf Andere zu zeigen und alle Fehler immer beim Reiter zu suchen. Ok, ich gebe es zu, viele Behandlungen die ich an Pferden durchführe, sind auf Reiterfehler zurückzuführen. Doch ist das wirklich so schlimm?  Grundsätzlich finde ich das keine Schande, solange der Reiter auch einsichtig ist, sich Fehler zugesteht und bereit ist, etwas zu ändern um es schlussendlich besser zu machen! Wir sind alle keine Genies die vornweg alles können – alle machen Fehler und das gehört zum Lebens- und Lernprozess eben dazu. Zudem kenne ich persönlich keine Reiter die extra wissentlich falsch trainieren um Ihrem Pferd absichtlich Schaden zuzufügen. Oftmals ist es einfach Nichtwissen oder man hat es schlicht und einfach nicht anders gelernt. Nebst den so wichtigen Trainingsaspekten gibt es aber auch noch viele andere Gründe die zu Muskelverspannungen führen können:

  • Haltungsfehler
  • Stoffwechselprobleme
  • jeglicher Art von Stress
  • alle möglichen Fehlstellungen / Krankheitsbilder des Bewegungsapparates
  • Hufdisbalancen
  • unpassendes Equipment
  • Zahnproblematiken
  • usw.

 

Wie machen sich Muskelverspannungen bemerkbar?

 

Auch hier ist die Palette der Gründe sehr vielseitig. Verspannungen machen sich meistens im Umgang und im Training bemerkbar:

  • Steifheit
  • Taktunreinheiten
  • Lahmheiten
  • Rittigkeitsprobleme
  • Unwilligkeit
  • Sattel- / Gurtenzwang
  • Kitzligkeit während dem Putzen
  • usw.

Oftmals werden Verspannungen erst bemerkt, wenn sie sichtlich erkennbar oder beim Reiten spürbar sind. Würden diese aber bereits vorher erkannt und gelöst, könnten viele Probleme vorgängig vermieden werden. Auch Muskeln sind nur Menschen, auch sie wollen gepflegt und gehegt werden. Es lohnt sich also immer, das Pferd regelmässig und vorbeugend von einem Therapeuten durchzuchecken. Zudem hat es bei immer wiederkehrenden Verspannungen oberste Priorität die Ursache herauszufinden und zu Beheben. Der beste Therapeut nützt nichts wenn die Ursache nicht behoben wird!

 

Möchtest Du Deinem Pferd vor dem Reiten etwas Gutes tun?

 

Ich empfehle immer das Pferd vor dem Satteln oder vor Beginn der Bodenarbeit sanft mit der Hand energetisch abzustreichen. Dabei werden alle Meridiane und deren Gebiete angeregt um den ganzen Energiefluss in Schwung zu bringen. Streicht man zudem wirklich sanft und mit minimalstem Druck ab, werden gleichzeitig auch verschiedenste Nervenendigungen angeregt, welche die so wichtigen, oberflächigen Faszien (dazu folgt bald ein zusätzlicher Blog) lösen.

 

Eine Anleitung dazu kannst Du Dir hier als pdf. herunterladen. Viel Spass beim Ausprobieren J.

 

 

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Energetisches Ausstreichen
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